Sorbische Hochzeitsperlen

"Naša Hanka w' wěncu steji" · „Naša Hanka w' wěncu stoj”

Das Sorbische National-Ensemble lädt sein Publikum ein, das Fest aller Feste in original sorbischer Art und Weise kennenzulernen. Im Bühnenprogramm »Naša Hanka w´ wěncu steji – Sorbische Hochzeitsperlen« feiern die Tänzer, Sänger und Musiker des Ensembles mit schwungvollen Tänzen und mitreißenden Klängen. 

Vor der Vermählung musste schon früher kräftig gepoltert werden. Scherben bringen ja bekanntlich Glück und so zersplittern auch heute noch die Tassen und Teller zur ausgelassenen Feier, bei welcher meist die Dorfjugend zugegen ist. Die Tanz- und Gesangsszene »Dumpańca« (Der Polterabend), eine Uraufführung nach einer Komposition von Liana Bertók, läutet den Auftakt zur sorbischen Hochzeit ein. Der anschließende Hochzeitszug des Ensembles lässt das Publikum an vier typischen sorbischen Hochzeiten teilhaben. Neben der Blunoer, Schleifer und Niedersorbischen Hochzeit zeigt das Ensemble die, wohl heute noch am häufigsten stattfindende katholische Hochzeit aus der Region zwischen Bautzen und Kamenz. 

In der Vergangenheit bezeichnete man als Mitgift eine Reihe von nützlichen Habseligkeiten, die einer Braut in die Ehe mitgegeben wurden. Neben Kissen, Decken und Werkzeugen floss da auch der ein oder andere Taler. In dem neuen Programm des SNE bringen die Künstler jedoch statt Haushaltswaren Werke bekannter sorbischer Komponisten wie Detlef Kobjela, Korla Awgust Kocor und Jan Paul Nagel auf die Bühne. Die Choreographien stammen u. a. von Juraj Kubánka, Mia Facchinelli und Jan Kozelnicky. Die Moderatorin Kristina Nerád begleitet das Publikum dabei durch den Abend. 

Doch auch das Essen spielt eine große Rolle. Je nach Wunsch werden in der Pause kulinarische Spezialitäten sorbischer Hochzeiten gereicht. Somit bekommen die Gäste nicht nur künstlerisch, sondern auch kulinarisch den Eindruck, eine traditionelle Sorbische Hochzeit erlebt zu haben.

Besetzung: Chor, Orchester, Ballett, Moderation

Programmdauer: ca. 105 min zzgl. Pause 


Impressionen

© Matthias Bulang