Abschied. Was bleibt? – Što zwostanje

Ballett

Historische Städte, idyllische Dörfer und herrliche Naturlandschaften zeichnen die Lausitz aus – vor allem der Frühling hat mit seinem lebendigem Brauchtum und reichen Traditionen viel zu bieten. „Schmerzlich wars, zu scheiden …“ dichtete einst Goethe. Sich von solch einer Heimat zu verabschieden, kann bitteren Schmerz und Sehnsucht hervorbringen. Einem Abschied steht allerdings oft auch ein freudiges Wiedersehen gegenüber. Diesen und ähnlichen Emotionen widmet sich das Ballett „Abschied“ und vollzieht damit zugleich die künstlerische Auseinandersetzung mit lokalen Themen der Oberlausitz, die sich als von Abwanderung stark betroffene Gegend auch fragen muss: Was bleibt?

Das SNE sieht es als seine Aufgabe an, die sorbische Kultur und ihre Ausdrucksformen ästhetisch in der heutigen Zeit fortzuschreiben und zu aktualisieren. Dies liegt auch der neuen Produktion "Abschied" zugrunde. Nach einer Textcollage von Jurij Koch und zu den Klängen des Komponisten Clemens Pötzsch entstand eine Arbeit, die von der Ballettmeisterin des SNE, Mia Facchinelli, choreographiert und einstudiert wurde.

Abschiedsschmerz und Sehnsucht nach Heimat, das umschreibt die besondere Magie dieser Ballettproduktion. In einer hochdramatischen Ausdrucksweise ertanzt sich das Ensemble das faszinierende Paradoxon von Heimat: Erst, wenn man sich von ihr, der Heimat, entfernt, gewinnt sie Gestalt und wird zum Sehnsuchtsort.

Musik: Clemens Pötzsch a.G.
Choreographie: Mia Facchinelli
Bühnenbild und Kostüme: Antje Burckhardt a.G.
Mitwirkende: Ballett
Dauer: ca. 80 Minuten zzgl. Pause

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