Sinfoniekonzert

Mit Werken von Rawp, Sibelius, Kuhar (UA) und Schubert

Eine Uraufführung, eine „Unvollendete“ und eine Hommage an die Stadt Bautzen machen das Sinfoniekonzert unter der Leitung der Intendantin des SNE, Judith Kubitz zu einem einzigartigen Erlebnis. Neben dem Orchester des Sorbischen National-Ensembles darf sich das Publikum auf den jungen slowenischen Solo-Gitarristen Nejc Kuhar freuen, dessen Tourneen ihn unter anderem bereits durch Asien und die USA führten.  

Musikkenner zählen Carlos Kleiber zu den bedeutendsten Dirigenten im Ausklang des 20. Jahrhunderts. Sein Vater Erich Kleiber steht dem in nichts nach, wirkte er doch zwölf Jahre als Generalmusikdirektor an der Staatsoper in Berlin und prägte das deutsche Musikleben zu dieser Zeit wie außer ihm nur noch Wilhelm Furtwängler und Richard Strauss. Nur den wenigsten ist bekannt, dass die beiden Kleibers sorbische Wurzeln besitzen. Ihre Ahnen stammen aus Schönau, einem kleinen Dorf im sorbisch-katholischen Kerngebiet nahe dem Wallfahrtsort Rosenthal. Einer der Ahnen ist der 1831 geborene Franz Kleiber, der sich mit dem romantischen Lied „Domčk mój luby“ (dt. „Geliebtes Heim“) in der sorbischen Musikliteratur verewigt hat. Genau diesem, im sorbischen Rundfunk gern gehörten Stück, hat sich der bekannte slowenische Gitarrist Nejc Kuhar angenommen und daraus das „Kleiber-Concerto“ (Concerto No. 1 for Guitar and Orchestra) komponiert, welches zum Sinfoniekonzert uraufgeführt wird.                                    Als weiterer Höhepunkt erklingt an diesem Abend Jean Sibelius Konzertwalzer „Valse triste“. Der Komponist selbst ließ es sich 1904 nicht nehmen, die Uraufführung im Festsaal der Universität Helsinki selbst zu dirigieren. Von dort aus trat das Werk seinen Siegeszug um die musikalische Welt an und gehört immer noch zu den gern gespielten Werken vieler Konzertsäle.    Der sorbische Komponist und Musikwissenschaftler Jan Rawp wäre in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden. Sein kompositorisches Werk zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es ihm gelang die sorbische Folklore in Sinfonik umzuwandeln. Rawps in diesem Konzert aufgeführte Suite „Budissin“ ist eine Hommage an seine geliebte Stadt Bautzen.

Den Schlusspunkt des Sinfoniekonzertes setzt Frank Schuberts Sinfonie h-Moll, D759, die auch als „Die Unvollendete“ bezeichnet wird. Es ist das berühmteste Werk Schuberts auf symphonischem Gebiet.

Mitwirkende: 

Orchester und Chor des Sorbischen National-Ensembles Bautzen

Nejc Kuhar (Gitarre)

Dirigentin: Judith Kubitz

 

 

Aufführungen

TelefonTickets und Infos:(03591) 358 111ticket©sne-gmbh.com
29. November 2018
19.30 Uhr
Bautzen, Deutsch-Sorbisches Volkstheater