Kaum zu glauben!

Abendvogelhochzeit

Braška Jan betritt eilig die Lausitzhalle in Hoyerswerda in der Sorge, dass sich die Künstler des staatlichen Ensembles für sorbische Volkskultur zur Vogelhochzeitsveranstaltung verspätet haben. Bereits auf dem Parkplatz traut er seinen Augen nicht: Alles voller moderner Autos. Und drinnen? Kaum zu glauben: Bananen und Orangen liegen zur Stärkung bereit! Vielleicht Reste einer Familienfeier mit West-Verwandtschaft? Der Braška erfährt es als Erster, beschließt jedoch, das Unglaubliche für sich zu behalten. Doch die Künstler sollten davon am besten nichts mitbekommen, sondern sich ganz auf ihren Auftritt konzentrieren. Schließlich schreiben wir das Jahr 1989 und irgendwas scheint da politisch in der Luft zu liegen. Den Chorsängern schwant langsam aber sicher, dass sie in einer völlig anderen Zeit gelandet sind. Hat das vielleicht was mit dem ungeplanten Zwischenstopp zwischen Bautzen und Hoyerswerda zu tun? 

Tänzer, Musiker und Sänger des SNE präsentieren gemeinsam mit den Gästen Jakob Schäfer(Braška Jan) und Katharina Pöpel (Cecilija) eine unterhaltsame Reise in die Zukunft. Inspiriert vom 30-jährigen Jubiläum der politischen Wende in Deutschland schrieb die Dramaturgin des SNE, Jěwa-Marja Čornakec, das Libretto. Erfrischend in Szene gesetzt hat das Stück der Dresdener Regisseur Johannes Gärtner, der auch als Autor, Dramaturg und Schauspieler tätig ist. Die musikalische Leitung übernimmt der Chordirektor des SNE, Andreas Pabst und die Choreografien schuf die Ballettmeisterin des SNE, Mia Facchinelli. 

Die Aufführungen sind in sorbischer Sprache und werden simultan übersetzt.

Libretto: Jěwa-Marja Čornakec

Regie: Johannes Gärtner (a.G.)

Musik: Andreas Pabst, Jan Chlebniček, Jan Paul Nagel, Beno Njekela, Jan Cyž, Bjarnat Krawc und Tasso Schille

Musikalische Leitung: Andreas Pabst

Choreografije: Mia Facchinelli

Ausstattung: Katharina Lorenz  (a.G.)

Technik: Veranstaltungsservice Christof Bjarsch | SNE

Besetzung:

Chor, Orchester & Ballett des SNE

Cecilia: Katharina Pöpel (a.G.)

Braška Jan: Jakob Schäfer (a.G.)

Keine weiteren Aufführungen in dieser Spielzeit.




Mit freundlicher Unterstützung von

Impressionen

© Martin Pižga