Sołobiki

LAUSITZER SPATZEN / SOŁOBIKI - JEDEM KIND SEINE STIMME

„Jedem Kind seine Stimme“ ist nicht nur Projektname, sondern Programm. Jedes Kind hat eine Stimme und sollte lernen dürfen, welch vielfältige Möglichkeiten es hat, sich durch Töne und Sprache auszudrücken. Die Stimme ist unser aller wichtigstes Kommunikationsmittel! In unserer Zeit verdrängen technische Medien wie Internet, Mobiltelefon, CD und MP3 die Vielfalt natürlicher Kommunikation zwischen den Menschen. Wissenschaftliche Studien belegen eindrucksvoll, dass Stimmstörungen sowie Sprech- und Sprachstörungen bei Kindern zunehmen. Deshalb machen sich inzwischen bundesweit zahlreiche Sing-Projekte stark für die Verbreitung allmählich schwindenden Wissens um gesundes, natürliches Singen und Sprechen. Nicht zuletzt geht es auch um das Singen als Lebensart, als Teil unserer Kultur wie als Teil des eigenen und des gesellschaftlichen Lebens.

JEDES KIND KANN SINGEN!

Das Grundanliegen von “Lausitzer Spatzen/Sołobiki – Jedem Kind seine Stimme“ ist, Musik durch Singen, Sprache und Bewegung erlebbar zu machen und die eigene Stimme als persönliches und kreatives Ausdrucksmittel zu entdecken. Jedes Kind hat ein ursprüngliches Bedürfnis dazu, das verkümmert, wenn es nicht geweckt wird. Deshalb ist es Ziel unseres Projekts, die Fähigkeit, die Bereitschaft und die Begeisterung zum natürlichen Singen vom frühen Kindesalter an durch moderne, kindgemäße Methoden der Gesangspädagogik vor allem im Elementar- und Primarbereich zu fördern und zu entwickeln. „Lausitzer Spatzen/Sołobiki – Jedem Kind seine Stimme“ will LehrerInnen und ErzieherInnen praktisches Handwerkszeug sowie Sicherheit für das Singen mit Kindern vermitteln. Speziell ausgebildete Gesangspädagogen leiten motivierend dazu an, im Rahmen des Musikunterrichts, der Schulchorarbeit sowie in der KiTa auf gesunde und kindgerechte Weise zu singen, gutes Artikulieren und aktives Zuhören zu üben, Rhythmus- und Körpergefühl zu stärken ... Durch wissend angeleitete, kindgerechte Stimmkultur wird der Gefahr des Verkümmerns naturgegebener Fähigkeiten, gesunden Sprechens und Singens sowie funktionellen Stimmstörungen und Sprech- und Sprachstörungen im Kindesalter entgegengewirkt. Diese positive Wirkung wird durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen – genauso wie die Erkenntnis: Jedes Kind kann singen. „Singen ist die eigentliche Muttersprache des Menschen.“ „Spěw je woprawdźita maćeršćina čłowjeka.“ Yehudi Menuhin (1916 - 1999)

WO, WANN UND WIE FINDET DAS PROJEKT STATT?

SINGSTUNDE

an Schulen ergänzend und lehrplangerecht im Rahmen des Musikunterrichts an Schulen unterstützend im Rahmen der Schulchorarbeit in KiTas als wöchentliche Singstunde. In der Arbeit mit den Kindern erfahren die teilnehmenden ErzieherInnen und LehrerInnen eine praxisorientierte Weiterbildung, indem sie direkte Anleitung erleben, wie sie in Bezug auf das natürliche, gesunde Singen inhaltlich, methodisch und didaktisch mit den Kindern arbeiten können.

SEMINAR

direkt an der Schule bzw. KiTa als Einzelmodul oder als aufbauende Weiterbildungsmodule (nach Absprache)als zentrale Weiterbildungsveranstaltungen

ELTERN UND SING-PATEN

Eltern-Kind-Singen

Anleiten bei Übernahme von Sing-Patenschaften durch Laienchöre der Region Darüber hinaus ist es auf Anfrage möglich, einzelne Auftritte und Projekte an Schulen und KiTas fachlich zu begleiten.

MITSING-KONZERT

MitSing-Konzert als Höhepunkt für alle Einrichtungen, die sich am Projekt beteiligen. Bei der Auswahl der zu erarbeitenden Liedliteratur spielen im Raum der zweisprachigen Lausitz und Niederschlesiens dabei folgende regionale Aspekte eine besondere Rolle: die Pflege der sorbischen Sprache und die Verbreitung des sorbischen Liedgutes die Pflege der Mundarten im Oberland der Oberlausitz und in Niederschlesien das Kennenlernen des Liedgutes und der Sprachen der unmittelbar angrenzenden Nachbarländer Polen und Tschechien

PROJEKTLEITUNG UND ANSPRECHPARTNER:

Sorbisches National-Ensemble Bautzen gGmbH,

Frau Xenia Mirtschink

Äußere Lauenstraße 2. 02625 Bautzen

Tel.: 03591 358 110

www.ansambl.de

Gefördert von der Beauftragten der Bundesrepublik für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Gefördert durch den Freistaat Sachsen